FCKW-haltige Kältemittel

Bereits seit den 1930er Jahren wurden Kältemittel auf Basis von Halogenwasserstoffen eingesetzt. Sie haben den Vorteil, dass sie keine direkte Giftigkeit oder Brennbarkeit aufweisen. Durch die Variation der chemischen Zusammensetzung konnte ein breites Spektrum an Eigenschaften erschlossen werden. Gängige kommerzielle Bezeichnungen für diese Halogenkohlenwasserstoffe waren Freon (Fa. DuPont) bzw. Frigen (Fa. Hoechst), gefolgt von den Kürzeln für die jeweiligen chemischen Zusammensetzungen.

Die in den 1980er Jahren nachgewiesene Gefahr der vor allem mit Chlor und Brom halogenierten Kohlenwasserstoffe (FCKW und Halone) ist jedoch, dass sie im Wesentlichen für den Ozon-Abbau verantwortlich sind und den Treibhauseffekt verstärken. Ihr Einsatz in Neugeräten wurde daher auf Grundlage der FCKW-Halon-Verbots-Verordnung verboten.

Viele Altgeräte enthalten noch FCKW-haltige Kältemittel.

R 600a (Butan) und andere VHC als Kältemittel

Seit 1993 wird bei der Herstellung von Kühlgeräten anstelle des Ozonkillers FCKW R 12 der bedeutend klimaverträglichere Stoff R 600a (Butangas) als Kältemittel eingesetzt. R 600a hat keine relevanten Auswirkungen auf die Ozonschicht und nur ein geringes Treibhauspotenzial bezogen auf CO2.

Auch dieser Stoff muss bei der Kühlgeräte-Rückproduktion sorgfältig entfernt werden, denn das enthaltene R 600a ist brennbar und explosiv. Das SEG-Absaugmodul ermöglicht, das Gemisch aus Öl und R 600a und anderen Kältemitteln verlustfrei aus den Kühlkreisläufen ausgedienter Kühlgeräte abzusaugen und zu trennen. Das rückgewonnene Öl kann anschließend auf herkömmliche Art stofflich verwertet werden, das Kältemittel wird zurückgewonnen und thermisch zerstört.

Ammoniak

NH3- oder auch Absorberkühlgeräte genannt, wie sie z. B. in Hotelzimmern (Minibar), Wohnwagen oder Wohnmobilen und Bussen etc. verwendet werden, haben keine FCKW oder FCKW-Ersatzstoffe im Kühlkreislauf sondern eine chromathaltige Ammoniak-Lösung. Der Druck im Kühlsystem beträgt ca. 20 bar, was ganz besondere Anforderungen an die Technik stellt, die zum Leeren des Kühlkreislaufs eingesetzt werden muss.

Speziell für diese Art von Kühlgeräten hat die SEG eine mobile Verfahrenstechnik entwickelt. Da der Anteil der Kühlgeräte dieser Bauart im Gesamtaufkommen alter Kühlgeräte vergleichsweise niedrig ist, verfügt SEG über eine mobile Einheit zur Vorbehandlung von Ammoniak-Geräten. Diese Technologie wird dann eingesetzt, wenn vor Ort genügend Geräte gesammelt und gelagert wurden und ein „Einsatz“ ökonomisch sinnvoll wird.